Rückblick auf ein beeindruckendes Lebenswerk

Veröffentlicht von Angelina Niederprüm am 08.03.21 11:00

Elfriede Gebhardt gründete 1952 gemeinsam mit ihrem Mann Richard die Firma GEMA (Gebhardt Maschinenbau) im ländlichen badischen Berwangen. Die Leidenschaft zur Selbstständigkeit veranlasste beide, in den ersten Unternehmensjahren Schüttgutförderbänder für die Landwirtschaft und Bauindustrie zu produzieren, Windräder für Wäschetrockner herzustellen und der Vertrieb von landwirtschaftlichen Geräten rundete das Betätigungsfeld ab. Mit der Entwicklung der legendären halbautomatischen und patentierten Kohleabsackmaschine „Favorit Absackblitz“ begann der Aufstieg zum heutigen Unternehmen. Tausendfach produziert war dies der Grundstein der heutigen GEBHARDT Intralogistics Group. Von da an veränderte sich das Unternehmen zu einem Komplettanbieter für den innerbetrieblichen Materialfluss. Das Gründerpaar Elfriede und Richard Gebhardt hatten somit das Fundament für den weiteren Ausbau und Erfolg gelegt.

 

Dem wachsenden Auftragseingang folgte der Umzug in eine neue Fertigungshalle in Berwangen und später dann auch an den heutigen Hauptsitz Sinsheim. Schon damals war es der große Wunsch, den kompletten Prozess – vom Zeichenbrett bis hin zur Endabnahme – im eigenen Haus durchzuführen. Bis heute kommt man diesem Wunsch nach und bietet allen Kunden weltweit Intralogistiklösungen aus einer Hand an.

„Geht nicht, gibt es nicht“ - Motto des Ehepaares Gebhardt

Nach dem frühen Tod ihres Mannes übernimmt Elfriede Gebhardt die Unternehmensleitung und führte es knapp sechs Jahrzehnte nach dem Motto: „Wenn ich etwas erreichen will, kann ich mich nicht auf meinem Stuhl ausruhen!“ Die neue alleinige Geschäftsführerin setzt dabei vor allem auf Teamarbeit, dem Ausbau der Zielsetzung, der Fokussierung auf Qualität und in die Weiterbildung der Mitarbeiter. Mit dieser Art der Führung wurde sie in den 80er-Jahren mit der „Goldenen Rose“ zur Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet.

Die Produktpalette vergrößert sich, Neukunden können gewonnen und große Intralogistikanlagen realisiert werden. Auch der Einzug der Informationstechnologie in den 80er-Jahren schreckt die Sinsheimer Powerfrau nicht ab – elektrische Steuerungen und Identifikationstechniken ermöglichen völlig neue Konzepte und Möglichkeiten. Durch Materialflussrechner und Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) lassen sich nun zukünftig komplexe Logistikprozesse effizient abbilden.

Das stetige Wachstum – egal ob bei den Mitarbeitern, den Produktionshallen, des Produktportfolios oder bei der Verwendung von neuartigen Trends – der Pioniergeist von Elfriede Gebhardt ist auch heute deutlich spürbar und das Motto hat sich lediglich in der Wortwahl geändert: „Wir verpflichten uns dem Fortschritt in der Intralogistik.“

Das Ziel der Internationalisierung wird in den Jahren um die Jahrtausendwende Wirklichkeit. Der erste internationale Standort in den USA gilt als Meilenstein von Elfriede Gebhardts unternehmerischen Handeln. Die GEBHARDT Intralogistics Group kann so nun auch Großkunden in anderen Ländern bedienen und die gewünschte Nähe umsetzen.

Im Jahr 2005 übergibt Elfriede ihrem Sohn Fritz Gebhardt die Leitung der GEBHARDT Intralogistics Group und 2007 alle damit verbundenen Firmenanteile. Die ehemalige Geschäftsführerin hat das Unternehmen durch diverse Krisen bugsiert und viele Herausforderungen gemeistert. „Wir freuen uns sehr, am heutigen weltweiten Frauentag auf das Lebenswerk meiner Mutter Elfriede Gebhardt zurückblicken zu können und auf das Wissen, dass wir ohne sie alle heute nicht hier wären.“ so Fritz Gebhardt.

Kategorien: Industrie 4.0, Maschinenbau, Zukunft, Verantwortung, Entwicklung, Rückblick, Portrait, IWD, Weltfrauentag, Gründerin, Absackblitz, Internationalisierung, Innovation, Geschäftsführung, GEBHARDT, Lebenswerk, Pioniergeist

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Elfriede Gebhardt, Geschäftsführerin über sechs Jahrzehnte

 

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