Vier Fragen an Jan Schlichting

Veröffentlicht von Angelina Niederprüm am 27.01.21 11:20

Das Smart Warehouse der Zukunft ist vor allem auch flexibel. Starre Prozesse und Layouts geraten an ihre Leistungsgrenzen und die Forderung nach automatisierten Intralogistiklösungen im innerbetrieblichen Warenfluss nimmt zu. Jan Schlichting, verantwortlich für den internationalen Vertrieb von mobilen Robotern & FTS macht in der neuen Ausgabe von „Vier Fragen an …“ deutlich, warum fahrerlose Transportsysteme als Schlüsseltechnologie gelten.

 

Es heißt, dass neue Anwendungen durch den Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen in der internen Logistik erschlossen werden können. Um welche Anwendungsfälle handelt es sich und steht die Wirtschaftlichkeit dieser Lösung dazu im Vergleich?

Schlichting: In erster Linie geht es immer darum, Ressourcen wie z.B. verfügbaren Raum und Personal effizienter und effektiver einzusetzen sowie notwendige Leistungsspitzen – durch z.B. Black Friday, Panic Buying, etc. – im Materialfluss bedienen zu können, ohne die installierten Anlagen vorab stark über zu dimensionieren.

Um diese smarte Flexibilität und Wandlungsfähigkeit, die am Ende des Tages zu gesteigerter Wirtschaftlichkeit führt, zu erreichen, bedingt es dem Prinzip der schnellen Regelschleife innerhalb der Logistik- und Materialflussprozesse. Denn Anpassungsfähigkeit steht hier für Stärke und wirtschaftlichen Erfolg.

In Anlehnung an Charles Darwin und zum Thema digitale Transformation: Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt und auch nicht die intelligenteste, sondern eher diejenige, die am ehesten – und am schnellsten – bereit und in der Lage ist, sich zu verändern.

Die Basis hierfür ist mehr Prozesstransparenz und Traceability. Themen, die sich nur durch eine lückenlose Digitalisierung und Automatisierung adäquat und in Echtzeit bedienen lassen. Weitere Anwendungsfälle, die mir adhoc einfallen, sind die Reduzierung von Laufwegen zur Minimierung von Verschwendung nach LEAN-Aspekten, Reduzierung von Gefahrenquellen auf Basis manueller Transporte und natürlich alle Anwendungen, wo die Ergonomie für den Menschen gesteigert werden kann – ergo das Smart Warehouse.

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Wieso gelten mobile Roboter & FTS als Schlüsseltechnologie? Was zeichnet ihren Einsatz besonders aus?

Schlichting: Aus meinem Blickwinkel versetzen sie uns Menschen in die Lage, uns auf unsere wesentlichen Stärken und Fähigkeiten zu konzentrieren. Dies gelingt ihnen, indem sie uns wiederkehrende, zeitraubende und körperschädliche Aufgaben abnehmen und uns somit unsere Arbeit effizient und zum Wohle unsere Worklife-Balance ausführen lassen. FTF ersparen uns lange Wege und dienen uns Material auf ergonomische Art und Weise an.

Des Weiteren bieten sie die Möglichkeit, durch die installierte dezentrale Intelligenz und Sensorik nah an den Prozessen, die Augen und Ohren der Bereiche Produktions- und Logistikplanung zu erweitern. Dadurch können die Materialflüsse einfach und ständig analysiert, kontrolliert und optimiert werden.

Selbst sich ändernde Umgebungsbedingungen im Hallenökosystem oder in den Märkten, können somit schnell und ohne große Kosten ausgeregelt werden. Sozusagen die Symbiose aus menschlicher Kompetenz und KI.

 

Wovon können zukünftige Kunden bei einer Anschaffung von mobilen Robotern & FTS von GEBHARDT profitieren? Welche Vorteile und Optimierungspotenziale ergeben sich?

Schlichting: An erster Stelle sehe ich hier den hohen Grad an Beratungs- und Lösungskompetenz basierend auf 70 Jahren Erfahrung in der Intralogistik.

Denn nur wer die Fähigkeit besitzt, zusammen mit der Anwenderexpertise seiner Kunden die reale Bedarfslage konkret zu identifizieren, wird auch in der Lage sein, eine funktionierende und zukunftsfähige Gesamtlösung – nämlich eben das Smart Warehouse – zu erarbeiten und schlussendlich zu betreiben.

Dabei kann diese smarte Lösung niemals eine Pauschalantwort sein, die sich nur aus Technologien stationärer oder mobiler Technologien bedient, sondern stellt immer eine Symbiose aus beiden Welten dar. Abgerundet mit maßgeschneiderten Softwaremodulen und Dienstleistungspaketen, gestaltet sich dann das Gesamtkonstrukt zur Schlüsseltechnologie.

Konsequent umgesetzte Modularität, Skalierbarkeit (Rightsizing) und Schnittstellenkompetenz ist ein Garant für die gewünschte Kosteneffizienz bei maximaler Individualisierung der Gesamtlösung, bezogen auf den Anwendungsfall.

 

Wie sieht Ihr Smart Warehouse der Zukunft aus? Gelten fahrerlose Transportsysteme als technologischer Mehrwert?

Schlichting: Wieso Zukunft? Das Smart Warehouse der Zukunft, wie es hier betitelt wird, kann dank unserer ganzheitlichen Portfolio-Strategie, heute schon Realität werden. Zusammen mit der Prozess-Expertise von Kunden und unserer Lösungskompetenz generieren wir sicher Mehrwerte in Durchsatz, Traceability, Anpassungsfähigkeit und Kosteneffizienz innerhalb der Materialflüsse.

Wir brauchen es nur gemeinsam anzugehen! Kunden und Interessierte können dies gern bei uns testen z.B. in einem Webinar oder einem Teams-Meeting. Hierzu stehen wir jederzeit für erste Gespräche zur Verfügung. Es schafft die optimale Verbindung aus stationärer und mobiler Intralogistik.

Kategorien: Insider, Modernisierung, Industrie 4.0, AGV, Fahrerlose Transportsysteme, Zukunft, Nachhaltigkeit, Entwicklung, Expertenwissen, Interview, Ausblick, Smart Warehouse, Mobile Roboter, Interne Logistik, Schlüsseltechnologie

 

Jan Schlichting GEBHARDT Intralogistics Group

Jan Schlichting, Vertrieb mobile Roboter & FTS, GEBHARDT Intralogistics Group

 

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